Forum: Ehemalige Schülerinnen und Schüler berichten von ihrem beruflichen Werdegang nach dem Abitur am Grotefend-Gymnasium

Am Freitag, dem 19.02.16, hielt Christoph Wicher einen Vortrag über seinen Werdegang, vom Abiturienten am GGM zu einem erfolgreichen Anwalt bei einer internationalen Wirtschaftskanzlei in Frankfurt a.M. Der auf Steuerrecht spezialisierte Jurist baute schnell eine lockere Atmosphäre auf und überzeugte die Oberstufe mit seiner offenen und humorvollen Art. Im Vordergrund stand dabei nicht nur seine eigene Karriere, vielmehr wollte er den Schülern vermitteln, wie sie selbst zum Erfolg finden können. Er motivierte die Schüler mit Ehrgeiz, Willen und vor allem Spaß, den individuellen Lebensweg zu gestalten. Dabei sollte im Mittelpunkt stehen, sich selbst zu finden und zu verwirklichen.

Nach seinem Vortrag hatten interessierte Schüler die Möglichkeit, sich in einer Kleingruppe zusammenzufinden und persönliche Fragen an Christoph zu stellen. Besonders sein Interesse für die Schüler fand großen Anklang. Viele nutzten die Möglichkeit, per E-Mail einen persönlichen Rat einzuholen und nahmen sich vor, weiterhin mit ihm im Kontakt zu bleiben.

Außerdem vergab er ein Stipendium für eine Sprachreise in Straßburg, die Spaß und Lernen verbinden soll. Die perfekte Möglichkeit, um erste sinnvolle Auslanderfahrungen zu machen.

Wir bedanken uns für die Inspiration und seine Hilfsbereitschaft. Wir freuen uns auf das nächste Jahr, wenn wir erneut am Werdegang eines Ehemaligen des GGMs teilhaben dürfen.

Abitur - was dann?

Im Rahmen der Veranstaltung „Forum - Ehemalige berichten“ brachte Bauingenieur Christoph Streck aus Hann. Münden den Oberstufenschülerinnen und -schülern des GGM am Freitag vergangener Woche in einem sehr interessanten Vortrag seinen Beruf und seine Erfahrungen aus seinem Schul- und Studentenleben nahe.

Streck ist nach seinem Abitur in Hann. Münden geblieben und seit 2005 selbstständig. Erste berufspraktische Erfahrungen machte er während seiner Studienzeit in einem Ingenieurbüro.

Der Weg zur Selbständigkeit war jedoch nicht ganz einfach. Eine erste Idee, Arzt zu werden, hat er schnell verworfen, da stures Auswendiglernen nicht sein Ding sei.

Streck riet den Schülerinnen und Schülern, sich möglichst schnell im Klaren darüber zu sein, was man später einmal machen möchte, wobei die Arbeit Spaß machen sollte. Für den Fall, das falsche Studium gewählt zu haben, sollte man dieses ebenfalls schnellstmöglich wechseln und auch das Absolvieren eines freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahrs lehne er ab. Vielmehr gab er den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg, das durch die verkürzte Schulzeit gewonnene Jahr für die Berufsfindung zu nutzen.

Aber es kam auch Kritik gegenüber der geänderten Schulzeit, dem Abitur nach acht Jahren und dem Bachelor- und Mastersystem auf, welches den EU Standards einfach nur angeglichen worden sei, anstatt bei dem viel anspruchsvollerem Diplomstudiengang zu bleiben. Dies habe zur Verschlechterung der Kenntnisse der Studenten direkt nach dem Studium beigetragen. Daher riet er weiterhin, möglichst viel Erfahrung neben dem Studium zu sammeln, beispielsweise durch Praktika oder im Rahmen eines dualen Studiums. Insgesamt ist in seinen Augen eine hohe Arbeitsbereitschaft nötig, um beruflichen Wünsche und Vorstellungen zu erreichen.

Durch die sehr authentische und ehrliche Vortragsweise sowie der Beantwortung von Schülerfragen bot Streck den Schülerinnen und Schülern nützliche Einblicke in das Studenten- und Berufsleben, welche ihnen neue Blickwinkel auf die nahende Zukunft ermöglichen.

Lisa Stenzel (Schülerin der Jahrgangsstufe 11 des GGM)