Baustein 6 : Ich entscheide für mich selbst.

1. Thema des Bausteins:

  • „Ich entscheide für mich selbst“.

2. Voraussetzungen:

  • SuS sollten einander kennen und Vertrauen zueinander haben müssen.
  • Die vorangegangenen Kapitel sind nicht unbedingt Voraussetzung allerdings sollte
  • die Zielgruppe schon älter sein (ab 9 te Klasse)

3. Zu erlernende Kompetenzen:
Hautsächlich zur Förderung der sog. Lebenskompetenzen, speziell der Stärkung der Suchtprävention

  • Angemessenes, realistisches Selbstvertrauen
  • Das Gefühl, etwas bewirken zu können.
  • Die Wahrnehmung und ein angemessener Ausdruck der Gefühle
  • Entwicklung von Empathie Angemessener Umgang mit Schwächen und Unsicherheiten
  • Kontrolle der eigenen Aggression
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Einbindung in eine Gruppe (Familie, Freunde,…)
  • Fähigkeit mit Konflikten konstruktiv umzugehen
  • Verantwortliche Entscheidungen treffen.
  • Soziale und kooperative Fähigkeiten erlernen.

4. Was lernen die SuS?
Die SuS sollen…

  • möglichst lange bzw. dauerhaft Nichtraucher bleiben,
  • mit Alkohol angemessen/ verantwortungsvoll und kontrolliert umgehen,
  • Medikamentenmissbrauch vermeiden,
  • illegale Suchtmittel ablehnen.

5. Besondere Methoden, die berücksichtigt werden sollten

  • Kontakt mit außerschulischen Fachleuten (Beratungsstellen etc.)
  • Gemeinsame Absprachen innerhalb des Kollegiums und eindeutige Haltung zum Thema innerhalb der Schule
  • Privatsphäre respektieren – Drogen sind aber keine Privatangelegenheit! (Methode: Austausch und Arbeit in Kleingruppen)
  • Ggf. Theaterprojekt zum Ende des 6ten Kapitels
  • Analyse von Werbung (Print - und visuelle Medien)

6. Anwendung von Kommunikationsmodellen

  • Einzelgespräche
  • Gruppengespräche
  • Geschlechterspezifische Gespräche

7. Bedeutsamkeit des Bausteins:

  • Wirksame Suchtprävention ist die Entwicklung und Unterstützung einer gesunden Persönlichkeit, die frühzeitige Auseinandersetzung mit Faktoren, die Sucht und Abhängigkeit fördern, und der Erwerb der Fähigkeit, den Versuchungen von Suchtmitteln und dem sozialen Druck Gleichaltriger wiederstehen zu können.

8. Hierauf sollte man achten:

  • Viel Einfühlsamkeit seitens des Lehrers: die SuS müssen das Gefühl haben, sich öffnen zu können.
  • Sucht hat bei Mädchen und Jungen jeweils andere Ursachen, andere Ausprägungen und andere Bedeutungen.
  • Man ist weder Therapeut noch Polizei!
  • Im Mittelpunkt stehen immer die SuS selbst mit ihren Erfahrungen, Wünschen und Bedürfnissen, nicht der Stoff oder die Droge!
  • Respektierende Privatsphäre der SuS

9. Sequenzen in den einzelnen Klassenstufen:

  • Die Themen Rauchen und Alkohol werden schon ab Klasse 7 im Biologieunterricht thematisiert. Hier könnte man in Ansätzen fächerübergreifend arbeiten. Je nach Lerngruppe kann das Thema vertieft werden.
  • Die vertiefende Arbeit zu „Illegale Drogen“ sollte erst in einer höheren Klassestufe (frühestens ab Klasse 8) thematisiert werden.

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