Zum Unterricht in der Sekundarstufe II

Anders  als Religion kann WuN aber an unserer Schule nicht als Prüfungsfach im Abitur gewählt werden, da wir im Moment nicht genügend Lehrer mit Prüfungsberechtigung in dem Fach haben. Das ist auf der einen Seite schade, eröffnet auf der anderen Seite aber größere Freiräume, innerhalb der vom Kultusministerium vorgegebenen Themen von den Schülern gewünschte Schwerpunkte zu setzen. Die vorgegebenen Themen finden Sie unter folgendem Link (http://db2.nibis.de/1db/cuvo/datei/kc_wertenorm_go_i_12_11.pdf). 

Grundsätzlich beschäftigen wir uns in den vier Halbjahren der Oberstufe mit den Fragen nach Individuum und Gesellschaft, also dem Spannungsfeld zwischen dem Streben  des Einzelnen nach Selbstbestimmung und Freiheit und den Erwartungen der Gemeinschaft, dass Regeln eingehalten und bestimmte Pflichten übernommen werden, damit ein friedliches Zusammenleben gelingen kann. Außerdem geht es um die Frage nach dem richtigen Handeln, also wie man erkennen und begründen kann, was moralisch vertretbares Handeln ist und was nicht, und wie man möglicherweise dazu gebracht werden kann, das als gut Erkannte auch zu tun. Dann werden verschiedene Ansätze, um das Wesen des Menschen (z.B. als Krone der Schöpfung, als Ebenbild Gottes, als Zufallsprodukt der Evolution, als durch Technik zu optimierendes Mängelwesen,…) zu bestimmen, bedacht und überlegt, welche Konsequenzen sich daraus ergeben für den Umgang des Menschen mit sich selbst und für das Miteinander von Mensch und Umwelt. Zuletzt wird nach den Möglichkeiten und Grenzen unserer Erkenntnis gefragt, danach, was Wahrheit ist und wie unsere Art zu denken mit der Sprache, die wir sprechen, zusammenhängt.

Unterrichtsprojekt Staatstheorien im Modell