"Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft." (Wilhelm von Humboldt)

Geschichtsunterricht leistet einen Beitrag zur Ausprägung von und kritischem Umgang mit Geschichtsbewusstsein und historischer Identität. So trägt er dazu bei, die Persönlichkeit der Schülerin und des Schülers weiterzuentwickeln. Der Geschichtsunterricht sucht die Grundlagen der gegenwärtigen Existenz von Mensch, Gesellschaft und Staat sowie Wissenschaft und Kultur in ihren historischen Ursprüngen auf, zeigt sie in ihrer auch zeitlichen Entwicklung und beurteilt sie in ihrer Bedeutung für die Gegenwart - so formulieren die Rahmenrichtlinien in Niedersachsen die Aufgaben und Ziele des Geschichtsunterrichts. 

Es kann aber auch einfacher ausgedrückt werden:

Das Fach Geschichte hat mit der Vergangenheit zu tun. Im Mittelpunkt steht das Leben und Wirken der Menschen in früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden. Wie haben die Menschen ihr Leben gestaltet, gearbeitet, gewohnt, worüber haben sie gestritten, gelacht und geweint?

Im Vergleich mit unserer Gegenwart können die Schülerinnen und Schüler etwas über die Gegenwart herausfinden, diese besser verstehen und daraus für die Zukunft lernen. 

Der Geschichtsunterricht vermittelt Methoden, um historische Phänomene zu erfassen und zu begreifen. Jede Schülerin und jeder Schüler verfügt (zumeist unbewusst) über ein Geschichtsbild, welches durch Erfahrungen im Freizeitbereich, die Prägung in der Familie und im sozialen Umfeld entstanden ist. Dieses zu ordnen und zu strukturieren sowie zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit seinen Bestandteilen anzuleiten, ist Aufgabe des Fachs Geschichte.