Klasse 5 und 6

Klasse 5

Der Deutschunterricht in der Jahrgangsstufe 5 beinhaltet in erster Linie Grundlagenschulung in den Bereichen Rechtschreibung und Grammatik sowie den Umgang mit Texten und die Erarbeitung von Lernstrategien. Hierzu zählen das Erlernen einer sinnvollen Mappenführung, der Umgang mit Nachschlagewerken, das Führen zielgerichteter Diskussionen und Gespräche sowie das Aufstellen von Feedback-Regeln.

Anhand von Erzählungen, Beschreibungen und Berichten werden Kompetenzen im Bereich des kreativen Schreibens vermittelt, u.a. grundlegende Gestaltungselemente wie Erzählperspektiven und  wörtliche Rede. Vertieft werden diese Inhalte durch die Anwendung der erarbeiteten Elemente im Bereich der Literaturgattung „Märchen“ sowie dem Bereich „Lyrik“.

Das gemeinsame Lesen eines Jugendbuches und die damit einhergehende Üben  von Lesestrategien und Lesetechniken festigt die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler.

 


 

Klasse 6:

Die in Klasse 5 vermittelten Inhalte im Bereich der Rechtschreibung und der Grammatik werden vertieft und erweitert.

Der Umgang mit Texten auf formaler Ebene umfasst die intensive Betrachtung von Gedichten, hier steht die Textbeschreibung mit Hilfe von relevanten Fachbegriffen im Fokus. Das Zusammenführen von Lese- und Schreibkompetenzen erfolgt anhand der Lektüre eines Jugendbuches, die bereits bekannten Lesetechniken und –strategien werden nun intensiviert und mit Prozessen des handlungs- und produktionsorientierten verknüpft.

In Abgrenzung dazu erfolgt das Erfassen und Analysieren von medial vermittelter Texte an Beispielen von Kinder- und Jugendzeitschriften, in diesem Themenschwerpunkt bietet sich die Gestaltung einer Klassenzeitung an.

 


 

 

Klasse 7 und 8

Klasse 7

Der Unterricht setzt sich zu gleichen Teilen mit der Festigung und Vertiefung der deutschen Grammatik und der deutschen Rechtschreibung als auch mit den ersten Schritten zur Textanalyse und der Auseinandersetzung mit Sachtexten zusammen.

Beispiele bezogen auf die verwendeten Methoden:

Bei der Analyse von Balladen bietet sich in dieser Altersstufe die produktionsorientierte Herangehensweise an, so dass hier der Innere Monolog, die Tagebucheintragung oder der Brief aus der Perspektive eines Protagonisten von Schülern gut erstellt werden kann und zum Verständnis des Inhalts beiträgt.

Die Behandlung von Sachtexten lässt gut mit dem Zeitungsprojekt, das von der Stiftung Lesen initiiert und gefördert wird, kombinieren, da so das Medium Zeitung untersucht werden kann und die darin enthaltenen Sachtexte zum Gegenstand des Unterrichts gemacht werden können.

Fazit:

Insgesamt geht es in dieser Klassenstufe darum, die Kompetenzen bezüglich der Sprachanalyse durch gute Kenntnisse im Bereich Grammatik und Rechtschreibung zu schaffen, wobei der kreative Umgang mit den Texten als Hinführung zum Textverständnis hier noch im Vordergrund steht.

 


 

Klasse 8

Der Unterricht ist so gestaltet, dass die erlernten Regeln zur Grammatik und Rechtschreibung gefestigt werden und es nur noch zu Wiederholungen von Teilaspekten kommt. Der Schwerpunkt liegt nun in dem Bereich Analyse von Texten.

Beispiele bezogen auf die verwendeten Methoden:

Anhand von erzählenden Texten aus dem 19. Jahrhundert wird die Inhaltsangabe wiederholt und der Einstieg in die Interpretation von Textauszügen eingeleitet, so dass der grobe Aufbau einer Interpretation erarbeitet wird.

Kreative, produktionsorientierte Methoden können zum Erlangen des Textverständnisses und der Hanldungsmotive in der Erarbeitungsphase genutzt werden.

Die erworbenen Analysekompetenzen werden auf andere Texte aus dem Bereich Lyrik und Dramatik übertragen.

Fazit:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in dieser Klassenstufe um den Einstieg in die Analyse von literarichen Texten geht, gestützt durch die schon guten Kenntnisse im Bereich Grammatik und Rechtschreibung.

 


 

 

Klasse 9 und 10

Jahrgang 9 und 10

In der neunten und zehnten Jahrgangsstufe bildet die literarische Analyse den Schwerpunkt. Die in den unteren Jahrgangsstufen erworbenen Kenntnisse werden hier nun vertieft und erweitert. Zudem werden keine Diktate oder Grammatiktests mehr geschrieben, sondern das Wissen über Sprache und deren Einsatz für den Ausdruck und Stil und somit deren Leistung für das Sprechen und Schreiben genutzt.

 

9. Jahrgang

Die Kompetenz Lesen wird anhand einer entsprechenden Erzählung, eines Dramas und speziell ausgewählter Liebesgedichte vertieft. Hierbei sollen nicht nur die Lesestrategien verbessert werden, sondern vor allem die inhaltlichen Merkmale differenziert dargestellt und entsprechende Deutungsansätze formuliert werden. Anhand von analytischen aber auch kreativen Verfahren erschießen die Schülerinnen und Schüler die literarischen Texte. Eine Schlüsselkompetenz ist hierbei die Verwendung von Fachsprache und der gezielte Einsatz von Fachbegriffen.

Neben der Reflexion über Sprache und den Sprachgebrauch ist die praktische Rhetorik in Form eines Vortrages oder Referates vorgesehen. In diesem Zusammenhang kann auch fächerübergreifend gearbeitet werden, indem die Schülerinnen und Schüler Kriterien für ein gelungenes Vorstellungsgespräch erarbeiten und diese dann auch anwenden können. Die Vorbereitung auf die in dem 10. Jahrgang zu verfassende textgebundene Erörterung stellt die freie Erörterung dar, bei welcher die Techniken des Argumentierens und das Entwickeln eines eigenen Standpunktes im Vordergrund stehen.

 


 

10. Jahrgang

Die 10. Jahrgangsstufe gilt gezielt als Vorbereitung auf die Oberstufe. Hier werden nicht nur literarische Texte unter Verwendung von Fachsprache erschlossen und eigene Textverständnisse differenziert dargelegt, sondern auch Literaturgeschichte und Literaturepochen untersucht. Kenntnisse über die Literaturgeschichte werden anhand des Vergleichs motivähnlicher Gedichte aus verschiedenen Epochen erworben und die Fertigkeiten in Bezug auf die Interpretation lyrischer Texte kontinuierlich erweitert und verbessert. Zudem wird die Epoche der Aufklärung gezielt untersucht, sodass die Schülerinnen und Schüler die historischen und geistesgeschichtlichen Hintergründe kennen und epochentypische Merkmale an ausgewählten Texten nachweisen können.

Des Weiteren wird eine Ganzschrift eines klassischen und epischen Dramas gelesen und deren Inhalt mit den erworbenen Fähigkeiten untersucht und in Form einer Szenenanalyse oder einer Charakterisierung differenziert dargelegt. Ebenso wird ein erzählender Text erschließend behandelt, wobei die Schülerinnen und Schüler sich mit den dargestellten Wertvorstellungen auseinandersetzen sollen.

Mittels der textgebundenen Erörterung werden komplexe Sachverhalte erarbeitet und Techniken des Argumentieren adressaten- und situationsgerecht angewandt. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln hierbei ihren eigenen Standpunkt klar und folgerichtig bei sachlichem Stil und begrifflicher Präzision.